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Nach dem Regen steigt die Seuchengefahr in Mecklenburg-Vorpommern

10.08.2011

Nach dem Regen der vergangenen Wochen ist in vielen Orten das Wasser nur teilweise oder gar nicht abgeflossen. Als erste Kommune im Land warnt die Hansestadt Rostock vor einem erhöhten Infektionsrisiko.

Überschwämmung
Bild: Maik Thomaß

In den noch immer überfluteten Kleingartenanlagen ist die Lage kritisch, so Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus. Ältere Menschen, Kranke und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten diese Gebiete meiden.

Hunderte Tiere, darunter Kaninchen, Ratten und Maulwürfe, sind in den Regenmassen ums Leben gekommen und verwesen jetzt in dem noch übrig gebliebenen Wasser.

„Wir können nur raten, die Tetanus-Impfung auffrischen zu lassen. Auch eine Impfung gegen Hepatitis A ist zu empfehlen“, so Dr. Kerstin Neuber, die verantwortlich für das Gebiet Infektionsschutz im Rostocker Gesundheitsamt ist. Bei Aufräum- und Pumparbeitan sollte wasserdichte Kleidung getragen werden. Sehr wichtig sind Gummistiefel und Schutzhandschuhe.

Eine Entspannung der Lage ist nach wie vor nicht in Sicht. Schon in der Nacht auf Donnerstag erreichen neue Regenfälle das Gebiet und werden die Lage teilweise wieder verschärfen. Eine längere trockene Phase ist aus heutiger Sicht in den kommenden sieben Tagen nicht zu erwarten.

Text: Maik Thomaß, 10.08.2011 18:02
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