Nachdem sich am Freitag (26. August 2011) nochmals der Sommer von seiner aller besten Seite zeigte, machten Schauer und Gewitter in der Nacht auf Samstag dem kurzen Besuch des langersehnten Sommer 2011 ein jähes Ende.
Kurz nach Mitternacht erreichte die Kaltfront von Tief "Bert" mit unwetterartigen Schauern und Gewittern den Westen Mecklenburgs. Neben zahlreichen Blitzen, die den Nachthimmel erleuchteten, gab es jede Menge Regen, der in der Hansestadt Wismar etliche Keller unter Wasser setzte.
In Lübberstorf, Landkreis Nordwestmecklenburg, geriet nach einem Blitzeinschlag der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Brand. Beim Versuch die Flammen zu löschen, wurde ein Mann durch eine explodierende Propangasflasche verletzt. Auf der Insel Poel brannte das Dach einer Doppelhaushälfte. Verletzt wurde hier niemand.
Durch Sturmböen wurden in den Landkreisen Ludwigslust, Parchim und Nordwestmecklenburg mehrere Bäume entwurzelt. Sie blockierten für mehrere Stunden die Straßen. Verletzte oder Sachschäden gab es keine.
Schon am Freitag mussten alleine im Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein, die Feuerwehren 150 Mal ausrücken, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen oder umgestürzte Bäume von Fahrbahnen zu beseitigen. In Tangstedt, Kreis Stormarn, und auf Fehmarn schlugen ebenfalls Blitze in Häuser ein und verursachten Brände. Vor Helgoland kollidierten zwei Ausflugsschiffe. Verletzt wurde niemand.
Niedersachsen trafen die Gewitter als erstes. Hier wüteten sie schon am Nachmittag und brachten allein in Oldenburg mehr als 30 Liter Regen je Quadratmeter. Zahlreiche Bäume stürzten. Aufgrund der aufziehenden Gewitter mussten im Kreis Göttingen mehrere Heißluftballons notlanden. Im Emsland wurde zudem ein Mann vom Blitz getroffen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.